Saure Blutwurst, ein österreichischer Klassiker, der ohne Aufwand maximalen Geschmack liefert. Kalt serviert, mit wenigen Zutaten, entsteht ein ehrlicher, bodenständiger Teller, der Tradition und Einfachheit perfekt verbindet. Ein Gericht, das sofort an Jause, Wirtshaus und Sommer erinnert, einfach, kräftig und genau richtig.
Autor: Kochzeit Magazin
Kategorie: Rezept
Erstellt: 24. August 2026
Inhaltsverzeichnis
Einleitung – warum hat Saure Blutwurst bis heute einen festen Platz auf dem österreichischen Jausentisch?
Saure Blutwurst gehört zu den Gerichten, die ohne großes Aufheben auskommen und gerade deshalb so beständig geblieben sind. Die Kombination aus Blunze, Zwiebel, Essig und Öl wirkt schlicht, doch sie trägt eine lange Tradition in sich.
Wer dieses Gericht zubereitet, merkt schnell, dass es nicht um Effekte geht, sondern um ein ruhiges Zusammenspiel weniger Zutaten. Die Blunze bringt Würze und Struktur, die Zwiebel sorgt für Frische, und die Marinade verbindet alles zu einem ausgewogenen, kalten Teller.
In vielen Regionen Österreichs ist Saure Blutwurst ein vertrauter Bestandteil der Jause, oft serviert, wenn es unkompliziert sein soll, aber dennoch ein Gericht mit Charakter gefragt ist. Genau diese Mischung aus Alltag und Beständigkeit macht den Reiz aus.
Vorteile – was macht diese Speise so alltagstauglich?
Saure Blutwurst zeigt, wie viel man aus wenigen Zutaten herausholen kann, wenn man sie bewusst einsetzt. Die Blunze ist ein Produkt, das bereits viel Geschmack mitbringt. Dadurch braucht es keine zusätzlichen Gewürze oder aufwendigen Schritte. Die Zwiebel ergänzt die kräftige Basis mit einer leichten Schärfe, die durch den Essig gezähmt wird. Das Öl sorgt für eine weiche Verbindung und rundet die Marinade ab.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Zubereitungszeit. Das Gericht ist in wenigen Minuten fertig, ohne Kochen, Braten oder langes Vorbereiten. Es eignet sich daher für Tage, an denen man etwas Bodenständiges möchte, aber nicht viel Zeit investieren kann. Auch die Lagerung ist unkompliziert. Die Zutaten sind in vielen Haushalten ohnehin vorhanden, und die Blunze lässt sich gut im Kühlschrank aufbewahren. Die Marinade hält das Gericht frisch und sorgt dafür, dass sich die Aromen gleichmäßig verteilen.

Tipps & Tricks – wie gelingt das Gericht zuverlässig?
Bei einem kalten Gericht wie Saure Blutwurst spielt die Vorbereitung der Zutaten eine größere Rolle, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Die Blunze sollte nicht direkt aus dem Kühlschrank verarbeitet werden. Wenn sie ein paar Minuten Raumtemperatur annimmt, wird sie weicher und aromatischer.
Das Schälen gelingt leichter, wenn man die Haut vorsichtig löst und die Wurst anschließend in gleichmäßige Scheiben schneidet. Die Zwiebel entfaltet ihr volles Aroma, wenn sie in feine Ringe geschnitten wird.
Die Marinade selbst profitiert davon, wenn man sie gründlich verrührt und einen Moment stehen lässt. Essig, Öl, Wasser und Honig bilden dann eine stabile Mischung, die sich gleichmäßig über die Wurst und die Zwiebeln legt.
Was sollte man noch beachten?
Beim Übergießen sollte man darauf achten, dass die Marinade nicht nur oben aufliegt, sondern auch zwischen die Scheiben gelangt. Salz und Pfeffer werden erst am Ende ergänzt, damit man die Balance der Säure und der Würze besser einschätzen kann.

Das Rezept wird wie folgt zubereitet
Blunzn in Essig und Öl, der österreichische Heurigen-Klassiker

ZUTATEN
- 1 Stange Blunze (Blutwurst) (400 g)
- 1 Stk Zwiebel
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
- etwas Apfelessig (Menge nach Belieben)
- etwas Öl (Menge nach Belieben)
- etwas Honig optional
AUSRÜSTUNG
- 1 Messer
- 1 Schneidebrett
- 1 Messbecher
ZUBEREITUNG
Blutwurst schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Blunzn (Blutwurst) auf dem Teller verteilen und mit Zwiebel garnieren.
In einem Glas oder Messbecher eine Marinade aus Essig, Öl, etwas Wasser, Honig, Salz sowie Pfeffer herstellen, gut verrühren und über der Wurst und den Zwiebeln verteilen. Mit Salz sowie Pfeffer abschmecken und servieren.
Notizen
Nährwerte
Beilagen – was passt zu diesem Gericht?
Traditionell wird Saure Blutwurst mit Brot serviert. Ein schlichtes Schwarzbrot oder ein kräftiges Bauernbrot passt besonders gut, weil es die Marinade aufnimmt und die Würze der Blunze unterstützt. Manche bevorzugen ein helleres Gebäck, doch die rustikale Variante harmoniert meist besser mit der kräftigen Basis des Gerichts.
Auch Erdäpfel können eine passende Ergänzung sein, vor allem festkochende Sorten, die in Scheiben geschnitten und leicht gesalzen werden. Sie bringen Ruhe in den Teller und geben dem Gericht eine zusätzliche Sättigung, ohne die Aromen zu überdecken. Wer es etwas frischer mag, kann einen kleinen Salat dazu reichen. Ein einfacher Blattsalat mit einer milden Marinade genügt, da die Hauptkomponenten bereits viel Geschmack mitbringen.
Toppings – was kann man ergänzen, ohne das Gericht zu verändern?
Obwohl Saure Blutwurst traditionell schlicht gehalten wird, lassen sich kleine Ergänzungen gut integrieren. Schnittlauch ist eine der häufigsten Varianten. Er bringt Farbe und eine feine, grüne Note, die gut mit der Zwiebel harmoniert.
Auch ein Hauch Honig in der Marinade kann das Gericht abrunden. Er sollte sparsam eingesetzt werden, damit die Säure des Essigs nicht verloren geht. Der Honig wirkt nicht als Süße, sondern als Verbindung zwischen den Komponenten. Wer die Marinade etwas kräftiger gestalten möchte, kann einen Tropfen Kürbiskernöl verwenden.
Wie entstand das Gericht und wo kommt es her?
Saure Blutwurst ist eng mit der österreichischen Wirtshauskultur verbunden. Die Blunze selbst hat eine lange Geschichte, da sie zu den klassischen Produkten der Schlachtung gehört. In vielen Regionen wurde sie direkt nach der Herstellung kalt serviert, oft mit Essig und Zwiebel, weil diese Zutaten jederzeit verfügbar waren.
Die Kombination aus Säure und Würze war nicht nur geschmacklich sinnvoll, sondern auch praktisch. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die saure Zubereitung zu einer festen Tradition. Besonders in ländlichen Gebieten wurde sie als Jause gereicht, wenn man etwas Kräftiges wollte, das dennoch leicht und schnell zuzubereiten war.
Die Wirtshäuser übernahmen diese Art der Zubereitung und machten sie zu einem Bestandteil ihrer kalten Speisen. Heute findet man Saure Blutwurst in vielen Regionen Österreichs, oft leicht unterschiedlich interpretiert, aber immer mit dem gleichen Grundgedanken, ein einfaches, ehrliches Gericht, das aus wenigen Zutaten besteht und dennoch eine klare Handschrift trägt.
Was ist eine Blutwurst?
Blutwurst, in Österreich meist Blunze genannt, ist eine traditionelle Wurstsorte, die aus Schweineblut, Speck, Gewürzen und gekochten Fleischanteilen hergestellt wird. Sie wird nach dem Füllen gegart und anschließend kalt oder warm serviert.
Blutwurst gehört zu den ältesten Wurstsorten im deutschsprachigen Raum. Sie entsteht, indem frisches Schweineblut mit gekochten Fleischstücken, Schwarte und Speck vermischt wird. Diese Masse wird gewürzt, in Naturdärme gefüllt und anschließend gegart. Durch das Kochen wird die Wurst schnittfest und erhält ihre typische dunkle Farbe. In Österreich ist die Blunze oft etwas grober, mit sichtbaren Speckstücken und einer weichen, saftigen Konsistenz.
Sie ist ein klassisches Schlachtprodukt, das früher direkt nach der Verarbeitung gegessen wurde. Die Mischung aus Würze, Fett und weicher Struktur macht sie vielseitig, kalt als Jause, warm gebraten oder, wie bei der sauren Zubereitung, mit Essig und Zwiebel.
Fazit – warum bleibt dieses Gericht ein verlässlicher Klassiker?
Saure Blutwurst zeigt, wie viel Kraft in einem einfachen Rezept liegen kann. Die Zutaten sind überschaubar, die Zubereitung ist schnell und dennoch entsteht ein Gericht, das eine lange Tradition widerspiegelt. Die Kombination aus Blunze, Zwiebel und Marinade ist ausgewogen und lässt sich gut an den eigenen Geschmack anpassen. Wer das Gericht einmal bewusst zubereitet, merkt, dass es nicht nur ein Klassiker ist, sondern auch ein Stück österreichischer Esskultur, das bis heute Bestand hat.
Es eignet sich für die Jause, für warme Tage, für Abende, an denen man etwas Bodenständiges möchte, ohne lange in der Küche zu stehen. Die Ruhe des Gerichts, seine klare Struktur und die Verbindung aus Würze und Säure machen es zu einem Teller, der immer wieder funktioniert. Genau deshalb bleibt Saure Blutwurst ein Klassiker, der nicht aus der Mode kommt.

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Oh, ja, das ist super. Entweder so, oder gemischt mit Presswurst. Wunderbar …