Germknödel oder ein fluffiger Knödel, gefüllt mit dunklem Powidl (bzw. Pflaumenmus), gedämpft und übergossen mit zerlassener Butter sowie Mohn. Der Germknödel ist österreichische Wohlfühlküche in ihrer reinsten Form. Ein Gericht, das Kindheit, Hütte und kulinarisches Glück in einem einzigen Löffel vereint.

Autor: Kochzeit Magazin

Kategorie: Rezept

Erstellt: 12. Februar 2026

Besuche: 46

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Germknödel gehören zu den Gerichten, die sofort ein Gefühl von Vertrautheit auslösen. Viele verbinden sie mit Hütten, Wintertagen, Familienessen oder einfach mit einer Zeit, in der man sich etwas Gutes gönnen wollte. Ein Germknödel ist im Kern ein gedämpfter Hefekloß, gefüllt mit Powidl oder Pflaumenmus, weich, warm und angenehm süß.

Die Kombination aus fluffigem Teig, fruchtiger Füllung und einem Topping aus Butter, Mohn oder Vanillesauce macht ihn zu einem Gericht, das sowohl als Dessert als auch als Hauptspeise funktioniert. Obwohl er einfach wirkt, steckt in einem guten Germknödel viel Sorgfalt. Der Teig muss gehen, die Füllung muss passen, und das Dämpfen braucht Geduld. Doch gerade diese Mischung aus Einfachheit und Aufmerksamkeit macht den Reiz aus. Ein Germknödel ist kein schnelles Essen, sondern eines, das man bewusst zubereitet und genießt.

Der Ursprung des Germknödels liegt im österreichischen Raum, besonders in der böhmischen und alpenländischen Küche. Dort hat er eine lange Tradition und wird bis heute in Wirtshäusern, Skihütten und Haushalten serviert. Viele Menschen kennen ihn aus dem Urlaub oder aus der Kindheit, und oft bleibt er ein Gericht, das man mit einem bestimmten Gefühl verbindet. Er ist nicht spektakulär, aber er hat Charakter. Er ist weich, warm und süß.

Die Vorteile

Ein Germknödel hat mehrere Vorteile. Einer davon ist seine Vielseitigkeit. Er kann als Hauptspeise dienen, wenn man etwas Warmes und Süßes möchte, oder als Dessert nach einem herzhaften Essen. Er ist sättigend und er lässt sich gut an verschiedene Geschmäcker anpassen. Die Füllung kann klassisch bleiben oder leicht verändert werden und auch beim Topping gibt es Spielraum.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Germknödel ein Gericht sind, das man gut vorbereiten kann. Der Teig lässt sich in Ruhe ansetzen, und während er geht, hat man Zeit für andere Dinge. Auch das Formen der Knödel kann man entspannt erledigen, und wenn sie einmal geformt sind, müssen sie nur noch gedämpft werden. Dadurch eignet sich das Gericht auch für Tage, an denen man nicht die ganze Zeit in der Küche stehen möchte.

Was bringt das Gericht noch mit sich?

Germknödel sind außerdem ein Gericht, das viele Menschen emotional anspricht. Es ist ein Essen, das Erinnerungen weckt. Man denkt an Wintertage, an Hütten, an Familienfeiern oder an einfache Momente, in denen man sich etwas Warmes gegönnt hat. Diese emotionale Komponente macht den Germknödel zu mehr als nur einem Hefekloß. Er ist ein Stück Tradition, ein Stück Heimat und ein Stück Geborgenheit.

Auch ernährungsphysiologisch hat der Germknödel Vorteile. Er ist zwar süß, aber nicht überladen. Der Teig besteht aus einfachen Zutaten wie Mehl, Milch, Hefe und etwas Zucker. Die Füllung aus Powidl ist fruchtig und nicht so süß wie viele andere Marmeladen. Das Topping kann man selbst steuern. Wer es leichter möchte, nimmt weniger Butter oder greift zu Vanillesauce. Wer es reichhaltiger mag, kann den Knödel großzügig übergießen.

Germknödel

Tipps & Tricks

Damit ein Germknödel wirklich gut gelingt, gibt es einige Punkte, die man beachten sollte. Der wichtigste ist der Teig. Ein Hefeteig braucht Zeit und Ruhe. Die Milch sollte lauwarm sein, damit die Hefe gut arbeiten kann. Ist sie zu heiß, verliert die Hefe ihre Wirkung. Ist sie zu kalt, dauert der Gärprozess länger. Der Teig sollte weich sein, aber nicht klebrig. Wenn er sich gut vom Rand der Schüssel löst und eine glatte Oberfläche hat, ist er richtig.

Nach dem Kneten braucht der Teig Zeit zum Gehen. Er sollte an einem warmen Ort stehen, ohne Zugluft. Wenn er sich sichtbar vergrößert hat, kann man ihn weiterverarbeiten. Beim Formen der Knödel ist es wichtig, die Füllung gut einzuschließen. Der Teig sollte gleichmäßig um die Füllung gelegt werden, damit beim Dämpfen nichts ausläuft.

Das Dämpfen selbst ist ein entscheidender Schritt. Ein Germknödel wird nicht gekocht, sondern gedämpft. Dadurch bleibt er weich und bekommt seine typische Konsistenz. Wer keinen Dampfgarer hat, kann einen Topf mit Einsatz verwenden. Wichtig ist, dass die Knödel nicht im Wasser liegen. Sie sollen nur vom Dampf umgeben sein. Der Deckel sollte während des Dämpfens möglichst nicht geöffnet werden, damit die Hitze konstant bleibt.

Mehr praktische Anregungen

Ein weiterer Tipp betrifft das Topping. Viele Menschen übergießen den Germknödel mit zerlassener Butter und bestreuen ihn mit Mohn und Zucker. Das ist die klassische Variante. Doch man kann auch Vanillesauce verwenden, die dem Gericht eine cremige Note gibt. Wer es fruchtiger mag, kann eine leichte Beerensauce dazu reichen.

Auch das Timing spielt eine Rolle. Ein Germknödel schmeckt am besten frisch. Wenn man mehrere zubereitet, kann man sie nach dem Dämpfen kurz warmhalten, aber nicht zu lange, damit sie nicht austrocknen.

Das Rezept wird wie folgt zubereitet

Germknödel mit Powidl ein Klassiker der Österreichischen Küche

Germknödel Rezept
5 von 1 Bewertung
Diese beliebten Knödel sind nicht wirklich eine Wissenschaft. Man benötigt nur etwas Gefühl und Geduld, da der Teig zweimal rasten und gehen muss, um luftig zu werden.
Vorbereitung 1 Stunde 45 Minuten
Zubereitung 15 Minuten
Gesamt 2 Stunden
Kategorie Hauptspeisen
Küche internationale Küche
Portionen 6 Portionen
Kalorien 350 kcal

ZUTATEN

  • 250 g Mehl
  • 21 g Hefe
  • 2 Stk Eidotter
  • 120 ml warme Milch
  • 40 g Butter
  • 30 g Zucker
  • 6 EL Powidl oder Pflaumenmus
  • 1 Prise Salz
  • 90 g Butter für die Soße
  • 4 EL geriebenen Mohn
  • 4 EL Staubzucker

AUSRÜSTUNG

  • 1 Topf oder Dampfgarer
  • 1 Schüssel

ZUBEREITUNG

  • Germknödel Vorbereitung
    Mehl in eine Schüssel sieben, damit keine Klumpen vorhanden sind und es fein wird. Für den Vorteig Germ zerbröckeln, mit der Hälfte der warmen Milch sowie 2 EL Mehl verrühren. Zugedeckt an einem warmen Ort ca.30 Minuten gehen lassen. Dem Vorteig die restlichen Zutaten (Mehl, Milch, Eidotter, Butter, Zucker, Salz) zugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten, abdecken und ruhen lassen (der Teig verdoppelt sich ca.). Den Teig in sechs Kugeln mit je ca. 80 Gramm teilen und mit angefeuchteten Händen zu Knödeln formen. Knödel etwas auseinanderziehen und mit 1 EL Powidl füllen, danach gut verschließen und erneut formen.
  • Germknödel garen
    Die gefüllten Knödel an einem warmen Ort ca. 40 Minuten gehen lassen. Die Knödel in einem Siebeinsatz über kochendem Wasser oder im Dampfgarer ca. 15 Minuten garen. Danach herausheben und sofort mit einem Zahnstocher einige Male anstechen, um das Zusammenfallen der Knödel zu verhindern. Butter zerlassen und den geriebenen Mohn mit Zucker mischen. Knödel mit der Butter übergießen, mit der Mohn-Zuckermischung bestreuen und servieren.

Notizen

Als Beilage bzw. als Soße kann man auch Vanillesoße servieren. Manchmal bereiten wir einen Fruchtspiegel aus Beeren zu.

Nährwerte

Portion: 100gKalorien: 350kcal
Schlüsselwort einfache Rezepte
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Passende Beilagen

Germknödel sind ein Gericht, das gut für sich allein stehen kann. Doch manchmal möchte man etwas dazu reichen, um die Mahlzeit abzurunden. Eine leichte Beilage kann helfen, das Gericht ausgewogener zu machen. Ein kleiner Obstsalat passt gut, weil er Frische bringt. Auch gedünstete Früchte wie Äpfel oder Birnen harmonieren gut mit der süßen Füllung.

In manchen Regionen wird der Germknödel auch mit Kompott serviert. Zwetschgenkompott oder Apfelkompott sind klassische Begleiter. Sie verstärken die fruchtige Note und machen das Gericht runder.

Wenn man den Germknödel als Dessert serviert, braucht es oft keine große Beilage. Ein kleiner Klecks Sahne oder ein paar frische Beeren reichen aus. Wichtig ist, dass die Beilage den Knödel ergänzt und nicht überlagert.

Passende Toppings

Das Topping ist ein wichtiger Teil des Germknödels. Es entscheidet darüber, wie das Gericht schmeckt und wirkt. Die klassische Variante besteht aus zerlassener Butter, Mohn und Zucker. Die Butter macht den Knödel saftig, der Mohn bringt eine leichte Bitterkeit, und der Zucker sorgt für Süße.

Eine andere beliebte Variante ist Vanillesauce. Sie macht den Germknödel cremiger und runder. Viele Menschen bevorzugen diese Variante, weil sie den Knödel weicher und milder macht. Die Vanillesauce kann warm oder lauwarm serviert werden.

Wer experimentieren möchte, kann auch andere Toppings ausprobieren. Eine leichte Beerensauce bringt Frische und Säure. Eine Karamellsauce macht das Gericht intensiver und süßer. Auch eine Mischung aus Butter und Honig kann gut funktionieren.

Das Topping sollte immer zum Knödel passen. Es sollte ihn nicht überdecken, sondern ergänzen. Ein Germknödel lebt von seiner Einfachheit. Das Topping darf diese Einfachheit betonen, aber nicht zerstören.

Fazit

Germknödel sind ein Gericht, das Tradition, Wärme und Einfachheit verbindet. Sie sind nicht kompliziert, aber sie brauchen Zeit und Aufmerksamkeit. Ein guter Germknödel ist weich, warm und angenehm süß. Er hat eine fruchtige Füllung und ein Topping, das ihn abrundet.

Er eignet sich als Hauptspeise oder als Dessert. Germknödel schmecken an Wintertagen, aber passen auch zu jedem anderen Moment, in dem man etwas Warmes und Beruhigendes möchte. Er ist ein Gericht, das Erinnerungen weckt und gleichzeitig Raum für eigene Variationen lässt.

Germknödel

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Kommentare / Bewertungen

2 Comments

  1. Avatar-Foto
    Karin M. 12 Februar, 2026 um 07:51- antworten

    5 Sterne
    Wir sind eher der Typ Vanillesoße und Nougat als Füllung. Wir lieben diese Dinger! LG

  2. Avatar-Foto
    Helge L. 12 Februar, 2026 um 18:39- antworten

    5 Sterne
    Super, so mag ich das auch gerne. Vanillesoße muss sich nicht unbedingt haben. Schokosoße geht auch!

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