Selbst gezogener Strudelteig! Strudel gehört zu den bekanntesten und beliebtesten süßen sowie herzhaften Speisen der mitteleuropäischen Küche. Besonders in Österreich hat der Strudel einen festen Platz in der kulinarischen Tradition. Das Herzstück eines jeden Strudels ist der selbst gezogene Strudelteig.

Autor: Kochzeit Magazin

Kategorie: Rezept

Erstellt: 27. November 2024

Besuche: 2.833

Inhaltsverzeichnis

Die Vorteile – selbst gezogener Strudelteig

Selbst gezogener Strudelteig bietet gegenüber gekauftem Teig zahlreiche Vorteile. Selbst gemachter Teig hat einen unvergleichlichen Geschmack und eine zarte Textur, die gekauften Teigen oft fehlt. Frischer Strudelteig ist frei von Konservierungsstoffen und anderen Zusätzen, die in industriell hergestellten Teigen oft enthalten sind. Bei selbst gezogenem Teig kann die Dicke und Konsistenz individuell angepasst werden, um den perfekten Strudel zu kreieren. Das Herstellen von Strudelteig ist eine erfüllende Aufgabe, die Spaß und stolz auf das selbst geschaffene Produkt macht.

Die Herstellung – selbst gezogener Strudelteig

Die Herstellung von Strudelteig ist ein Prozess, der sowohl handwerkliches Können als auch ein Verständnis für die Chemie der Zutaten erfordert. Traditionell besteht Strudelteig aus einfachem Mehl, Wasser sowie Salz. Die Zutaten werden zu einem glatten, elastischen Teig verknetet, der anschließend ruhen muss. Diese Ruhephase ist entscheidend, damit sich das Gluten im Teig entspannen kann und der Teig später dünn ausgezogen werden kann, ohne zu reißen.

Die Geschichte – selbst gezogener Strudelteig

Die Wurzeln des Strudels reichen weit zurück, und seine Geschichte ist eng mit der osmanischen Küche verbunden. Es wird angenommen, dass der Strudel im 15. Jahrhundert seinen Weg nach Mitteleuropa fand, als das Osmanische Reich große Teile der Region beherrschte. Besonders in Wien, der Hauptstadt Österreichs, entwickelte sich der Strudel zu einer Kunstform.

Die ältesten bekannten Rezepte für Strudel stammen aus dem 17. Jahrhundert und belegen die lange Tradition und Bedeutung dieses Gerichts in der mitteleuropäischen Küche. Der Name „Strudel“ selbst leitet sich vom althochdeutschen Wort „stredan“ ab, was so viel wie „wirbeln“ oder „drehen“ bedeutet. Dies beschreibt das charakteristische Einrollen des dünn ausgezogenen Teigs um die Füllung.

Selbst gezogener Strudelteig

Die Anwendung – selbst gezogener Strudelteig

Selbst gezogener Strudelteig wird sowohl für süße als auch für herzhafte Strudel verwendet. Der dünne, fast transparente Teig bietet die perfekte Hülle für eine Vielzahl von Füllungen. Bei der Herstellung eines Strudels wird der Teig traditionell auf einem Leinentuch ausgezogen. Dieses Tuch hilft dabei, den Teig gleichmäßig und ohne Löcher zu ziehen.

Der Teig sollte so dünn sein, dass man eine darunter liegende Zeitung problemlos durch den Teig lesen könnte. Nach dem Ausziehen des Teigs wird dieser mit der gewünschten Füllung belegt und mithilfe des Tuchs zu einem Strudel aufgerollt. Der Strudel wird dann auf ein Backblech gelegt und im Ofen gebacken, bis er goldbraun und knusprig ist.

Die Füllung – selbst gezogener Strudelteig

Herzhafte Füllungen werden verwendet in Strudeln wie Spinatstrudel, eine herzhafte Füllung aus Spinat, Zwiebeln, Knoblauch und oft auch Feta oder Ricotta. Krautstrudel, gefüllt mit gedünstetem Sauerkraut, Zwiebeln und Speck. Eine köstliche und sättigende Variante. Hackfleischstrudel, eine kräftige Füllung aus gewürztem Hackfleisch, Zwiebeln und manchmal auch Gemüse.

Das Rezept wird wie folgt zubereitet

Selbstgezogener Strudelteig, so gelingt er,

selbstgezogener Strudelteig Rezept
5 von 1 Bewertung
Wer seinen Strudelteig selbst herstellen möchte, ist mit diesem Rezept gut beraten und auf der sicheren Seite.
Vorbereitung 1 Stunde 30 Minuten
Ruhezeit 1 Stunde
Gesamt 1 Stunde 30 Minuten
Kategorie Teig
Küche international
Portionen 8 Portionen
Kalorien 310 kcal

ZUTATEN

  • 250 g Mehl
  • 80 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 250 ml Lauwarmes Wasser
  • 125 g Butter zum Bestreichen

AUSRÜSTUNG

  • 1 Schüssel
  • 1 Topf
  • 1 Küchentuch
  • 1 Messer
  • 1 Sieb

ZUBEREITUNG

  • selbstgezogener Strudelteig Vorbereitung
    Das Mehl auf die Arbeitsfläche sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Das Wasser und Salz vorsichtig in die Mulde leeren. 80 g Butter zerlassen und flüssig, aber nicht sehr heiß bis auf einen kleinen Rest in die Mulde leeren. Alle Zutaten zu einem Teig verkneten. Dabei mit dem Handballen den Teig auf der Arbeitsfläche flachdrücken und den entstandenen Fladen wieder zusammenschlagen. Den Teig umdrehen und den Vorgang so lange wiederholen, bis der Teig geschmeidig ist und glänzt. Aus dem Teig zwei gleich große Kugeln formen und diese nebeneinander auf die bemehlte Arbeitsfläche legen. Die Teigkugeln mit der zurückbehaltenen noch flüssigen Butter bestreichen.
  • selbstgezogener Strudelteig garen
    Etwas Wasser zum Kochen bringen, das innere einer Schüssel über den Wasserdampf halten und danach die beschlagene Schüssel über die Teigkugeln stülpen. Den Teig 60 Minuten unter der Schüssel ruhen lassen. Ein großes Küchentuch mit wenig Mehl bestäuben und die Teigballen nacheinander so dünn wie möglich auf dem Küchentuch ausrollen. Den Teig vom Tuch heben und von der Mitte aus über beide Handrücken vorsichtig dehnen und ziehen bis der ganze Teig bis zu den Rändern hin gleichmäßig dünn ist. Der Teig sollte nach dem Ausziehen fast papierdünn sein. Entstehen beim Ausziehen Löcher im Teig, werden sie wieder zusammengedrückt. Die dicken Ränder vom Teig abschneiden. Den ausgezogenen Teig zurück auf das Tuch legen. 125 g Butter schmelzen und die Teigblätter gleichmäßig bestreichen.

Notizen

Strudelteig ist nicht schwer, man braucht nur etwas Übung und Erfahrung beim Ausziehen. Selbstgemacht ist eben selbstgemacht und schmeckt auch wesentlich besser.

Nährwerte

Portion: 100gKalorien: 310kcalKohlenhydrate: 56.5gProtein: 7.3gFett: 5.5g
Schlüsselwort Backen | einfache Rezepte | Strudelteig
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Fleischstrudel

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Der Fleischstrudel kann mit Strudelteig oder Blätterteig zubereitet werden. Perfekt für den selbst gezogenen Strudelteig.

Fazit

Selbst gezogener Strudelteig ist mehr als nur eine Zutat, er ist das Fundament eines jeden guten Strudels und ein Zeugnis der handwerklichen Kunstfertigkeit der mitteleuropäischen Küche. Von seinen Ursprüngen in der osmanischen Küche über die Verfeinerung in Wien bis hin zu seiner Anwendung in modernen Küchen weltweit hat der Strudelteig eine faszinierende Geschichte. Die Vielzahl an möglichen Füllungen bietet endlose kulinarische Möglichkeiten und die Vorteile des selbst gezogenen Teigs machen ihn zur ersten Wahl für jeden Strudel-Liebhaber.

Selbst gezogener Strudelteig

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Diese Mohnschnecken überzeugen mit knusprigem Blätterteig, einer aromatischen Mohnfüllung und einer feinen Zuckerglasur. 

Ob zum Frühstück, Nachmittagskaffee oder als süße Kleinigkeit zwischendurch, die saftigen Schnecken gelingen und bleiben lange frisch.

ZUTATEN

1 Pkg. Blätterteig
200 g Mohn
100 g Kristallzucker
250 ml Milch
150 g Staubzucker
2-3 EL Wasser oder Zitronensaft

ZUBEREITUNG

Milch und Zucker in einem Topf aufkochen. Mohn dazu geben und unter ständigem Rühren erneut aufkochen. Beiseite stellen und abkühlen lassen. Blätterteig ausrollen. Mohnfüllung auf dem Teig verstreichen, bis alles bedeckt ist. Den Teig einrollen und in ca.2 cm dicke Scheiben schneiden.

Teigscheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit etwas Wasser benetzen und im vorgeheizten Ofen bei 180° (Umluft) ca. 20 Minuten backen bis die gewünschte Farbe erreicht ist. Staubzucker in eine Schüssel sieben. Nach und nach Zitronensaft oder Wasser einrühren. So lange verrühren, bis eine glatte, dickflüssige Glasur entsteht. Die Glasur auf die abgekühlten Mohnschnecken streichen und trocknen lassen.

Mehr Rezepte sowie Tipps & Tricks findet ihr auf unserem Blog, den Link dazu haben wir in unserem Profil angeführt.

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Pizza Ortolana Special, herzhaft belegt und knusprig gebacken im heimischen Ofen

Eine leichte, frische Pizza mit Gemüse, Speck und Pilzen. Knusprig lockerer Teig, gebacken im heimischen Ofen, immer ein Genuss und besser als jede gelieferte Pizza.

ZUTATEN

2 Stk. Pizzateig
1 Pkg Champignons
1 Stk Brokkoli
1 Stk Blumenkohl
1 Dose Anchovis
1-2 Stk. Rote Zwiebel
15-20 Scheiben Speck nach Wahl
1-2 Stk. Mozzarella gerieben
4 EL Tomatensugo, Tomatensoße oder Ketchup

ZUBEREITUNG

Ofen auf 250° Umluft vorheizen. Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Mozzarella auf Raumtemperatur bringen. Pizzateig am Teller rund ausformen und mit Tomatensugo bestreichen. Menge nach Belieben. Brokkoli sowie Blumenkohl waschen, trocken schütteln und in kleine Röschen teilen. Brokkoli sowie Blumenkohl im heißen Wasser kurz blanchieren, abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und zur Seite stellen.

Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Speck, Zwiebelringe, Champignons, Brokkoli, Blumenkohl, Anchovis sowie Mozzarella verteilen und im Ofen ca. 20 Minuten backen. Pizza aus dem Ofen nehmen, kurz ausdampfen lassen und servieren.

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Knusprig paniert, herzhaft gefüllt und mit einer feinen Gemüsenote. 😍

Das Mangold Cordon Bleu kombiniert zartes Schnitzelfleisch mit würzigem Bergkäse, Schinken und frischem Mangold.

Eine abwechslungsreiche Variante des Klassikers, die sich hervorragend für ein besonderes Mittag- oder Abendessen eignet.

ZUTATEN

4 Stk Schnitzelfleisch Schwein o. Kalb
5-6 Blätter Mangold
4 Stk Schinken oder Speck
8 Scheiben Bergkäse
2 Stk Zwiebel rot
1 Stk Knoblauchzehe
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
1 Schale Mehl
1 Schale Semmelbrösel (Paniermehl)
2 Stk Ei

ZUBEREITUNG

Mangold waschen, trocken schütteln und klein schneiden. Zwiebel sowie Knoblauch schälen und klein schneiden. In einer Pfanne etwas öl erhitzen, Zwiebel kurz anschwitzen, Knoblauch zugeben und kurz rösten. Mangold zugeben und kurz braten, bis dieser zusammenfällt. Mit Salz würzen. Mangold aus der Pfanne nehmen, etwas ausdrücken, damit er etwas Flüssigkeit verliert und zur Seite stellen. Schnitzel klopfen oder plattieren.

Schnitzel mit Schinken (oder Speck), Mangold, sowie Käse belegen, pfeffern, zusammenklappen und mit kleinen Spießen die Ränder befestigen. Mehl in eine große Schale geben, Eier in einer Schüssel aufschlagen, verquirlen und mit Salz würzen. Brösel (Paniermehl) in eine dritte Schale geben. Fleisch in Mehl, dann im Ei, zum Schluss in Brösel wenden und darauf achten das alles gut damit bedeckt ist. Öl (ca 1 cm hoch) in einer Pfanne erhitzen und das Cordon Bleu von beiden Seiten langsam ausbacken, bis die gewünschte Farbe erreicht ist. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, Spieße entfernen und servieren.

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Dieses Pappardelle Rezept verbindet die leicht herbe Note von Radicchio mit einem aromatischen Walnuss-Pesto. 

Die breite Pasta nimmt die cremige Soße perfekt auf und sorgt für ein unkompliziertes Gericht mit viel Geschmack, das sich sowohl für den Alltag als auch für besondere Anlässe eignet.

ZUTATEN

Für die Pasta

500 g Pappardelle
1 Stk Radicchio
100 g Walnüsse
8-10 Stk Anchovis in Öl
2 Stk Knoblauchzehen
100 g Parmesan
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer

Für die Garnitur

80 g Pankobrösel
½ Stk Zitrone
3-4 Zweige Petersilie
etwas Olivenöl

ZUBEREITUNG

Radicchio waschen, Blätter abzupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln und grob hacken. Parmesan fein reiben. Zitrone halbieren und den Saft einer Hälfte auspressen. Pasta im Salzwasser bissfest kochen. Pankobrösel in einer Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze goldgelb rösten. Immer dabei bleiben, die Brösel können schnell anbrennen.

Walnüsse, Anchovis, Öl, Knoblauch, Parmesan, Salz sowie Pfeffer in einem Mixer zu einer glatten Masse pürieren. Nuss-Anchovi-Parmesan-Mischung in einer Pfanne leicht erwärmen. Kurz bevor die Pasta fertig ist, 2-3 EL Pasta-Wasser der Nuss-Masse zugeben und alles gut vermengen. Radicchio zur Sauce geben und garen, bis dieser leicht zusammenfällt. Pasta abgießen, abtropfen lassen, in die Pfanne geben und alles gut vermengen. Mit Zitronensaft beträufeln, mit den gerösteten Bröseln, Parmesan sowie Petersilie bestreuen, mit Olivenöl beträufeln und mit etwas Pfeffer würzen.

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Kommentare / Bewertungen

2 Comments

  1. Avatar-Foto
    Sabine Haberl 27 November, 2024 um 09:20- antworten

    5 Sterne
    Strudelteig, ich kenne den noch von meiner Oma, der war einfach genial und die Füllungen waren wunderbar.

5 from 1 vote

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