Ein gutes Pilzrisotto ist pure Wohlfühlküche, cremig, aromatisch und voller Geschmack. Die Kombination aus zart schmelzendem Risottoreis, würzigen Pilzen und weiteren Zutaten macht dieses Gericht zu einem zeitlosen Klassiker, der sowohl im Alltag als auch beim Dinner glänzt. Perfekt für alle, die unkomplizierte Gerichte auf dem Teller lieben.
Autor: Kochzeit Magazin
Kategorie: Rezept
Erstellt: 25. Jänner 2026
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Pilzrisotto ist ein Gericht, das Tradition, Handwerk und Genuss miteinander verbindet. Es ist ein Essen, das Zeit verlangt, aber keine komplizierten Techniken. Ein Essen, das mit wenigen Zutaten auskommt, aber dennoch enormen Geschmack erreicht. Ein Essen, das sowohl rustikal als auch elegant sein kann. Essen, das in jeder Jahreszeit funktioniert, im Herbst mit Steinpilzen, im Sommer mit Champignons, im Winter mit getrockneten Pilzen und im Frühling mit Morcheln.
Was Pilzrisotto so besonders macht, ist die Kombination aus cremigem Risottoreis und dem intensiven Aroma der Pilze. Pilze bringen Umami, Erdigkeit und manchmal sogar eine leichte Süße mit. Risotto bringt Cremigkeit, Struktur und eine sanfte Bindung. Zusammen entsteht ein wunderbares Gericht.
Ein gutes Pilzrisotto ist mehr als die Summe seiner Teile. Es ist ein Zusammenspiel aus der richtigen Reissorte, der passenden Brühe, der Auswahl und Zubereitung der Pilze, der Technik des Rührens und der Balance der Zutaten.
Die Geschichte vom Risotto
Risotto stammt aus Norditalien, insbesondere aus der Lombardei, dem Piemont und Venetien. Die Region ist geprägt von Reisfeldern, die seit Jahrhunderten bewirtschaftet werden. Risotto entstand als einfache Bauernküche, Reis, Brühe, etwas Fett, mehr brauchte es nicht. Mit der Zeit entwickelte sich Risotto zu einem Symbol der italienischen Küche, das heute weltweit beliebt ist.
Pilzrisotto ist eine der ältesten Varianten. Pilze waren für viele Menschen früher eine wichtige Eiweißquelle, und sie waren kostenlos im Wald zu finden. Besonders Steinpilze und Pfifferlinge wurden traditionell für Risotto verwendet. Heute gibt es unzählige Varianten, von Champignonrisotto bis hin zu luxuriösen Risotti mit Trüffeln oder Morcheln.
Die Vorteile
Pilzrisotto ist nicht nur lecker, sondern bringt viele Vorteile mit sich. Es ist vegetarisch und nährstoffreich. Pilze enthalten Eiweiß, Ballaststoffe, B‑Vitamine und Mineralstoffe. Es ist sättigend und dennoch leicht. Risotto macht satt!
Risotto ist perfekt für Gäste, es wirkt edel und beeindruckt immer. Man kann es variabel und saisonal gestalten, mit Pilzen aus dem Wald oder aus dem Supermarkt. Ein Gericht für jede Jahreszeit. Im Sommer mit Pfifferlingen, im Herbst verwendet man Steinpilze, im Winter funktionieren getrocknete Pilze und im Frühling gibt es frische Morcheln.

Tipps & Tricks
Pilze nicht waschen! Sie saugen Wasser auf und verlieren Aroma. Lieber abbürsten. Pilze immer scharf anbraten, nur so entstehen Röstaromen. Einweichwasser von getrockneten Pilzen nutzen, das ist pures Aroma, unbedingt zur Brühe geben.
Risotto nicht zu früh salzen, Parmesan bringt viel Salz mit. Risotto darf fließen, ein gutes Risotto ist cremig und leicht flüssig, nicht trocken. Butter und Parmesan erst am Ende zugeben, sonst wird das Risotto nicht optimal. Risotto sofort servieren! Risotto wartet nicht auf die Gäste, sondern Gäste warten auf Risotto.
Der optimale Reis
Ein perfektes Risotto beginnt mit dem richtigen Reis. Nicht jeder Reis eignet sich, Basmati, Jasmin oder Langkornreis funktionieren nicht, weil sie zu wenig Stärke enthalten.
Die besten Reissorten für Risotto sind Arborio, der Klassiker. Große Körner, viel Stärke, cremig und leicht bissfest.
Carnaroli, die „Königin“ der Risottoreissorten. Perfekte Balance aus Cremigkeit und Biss. Ideal für Pilzrisotto. Vialone Nano, kleiner, runder, sehr cremig. Perfekt für besonders sämige Risotti. Warum Stärke so wichtig ist? Beim Rühren löst sich die Stärke aus dem Reis und bildet die cremige Konsistenz, die Risotto so besonders macht. Ohne Stärke kein Risotto.
Passende Pilze
Pilze sind der Star des Gerichts. Sie bringen Aroma, Textur und Geschmack. Die Auswahl der Pilze entscheidet maßgeblich über den Geschmack. Frische Pilze wie Champignons sind ganzjährig verfügbar, mild, vielseitig. Perfekt als Basis.
Steinpilze sind intensiv, nussig, aromatisch. Die beste Wahl für ein luxuriöses Risotto. Pfifferlinge sind pfeffrig, leicht fruchtig. Ideal für Sommer und Herbst. Shiitake sind umami‑reich, kräftig, leicht rauchig. Perfekt für moderne Varianten.
Kräuterseitlinge sind eher fleischig, bissfest, ideal für Struktur. Getrocknete Pilze sind ein Geheimtipp, weil sie extrem aromatisch sind. Steinpilze getrocknet sind ein Muss für intensives Pilzrisotto. Das Einweichwasser ist pures Aroma. Morcheln sind luxuriös, erdig, leicht süßlich. Shiitake getrocknet eignet sich gut, da sie sehr umami‑reich und somit perfekt für kräftige Risotti.
Grundtechnik für das perfekte Risotto
Risotto ist einfach, aber es gibt ein paar Regeln, die man kennen sollte. Zwiebeln glasig dünsten, nicht bräunen, sonst wird das Risotto bitter. Reis glasig anrösten, dadurch bleibt der Kern bissfest. Mit Wein ablöschen, der Alkohol verdampft, die Säure bleibt.
Brühe nach und nach zugeben, immer nur so viel, dass der Reis knapp bedeckt ist. Rühren, aber nicht ständig. Pilze separat anbraten, so bleiben sie aromatisch und bekommen Röstaromen. Mit Butter und Parmesan montieren, das macht das Risotto cremig und rund.

Das Rezept wird wie folgt zubereitet
Pilzrisotto, absolute Gaumenfreude, einfach zubereitet

ZUTATEN
- 250 g Risotto Reis
- 2 EL Olivenöl
- 30 g Butter
- 800 ml Gemüsebrühe
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
- 1 Prise Zucker
- 2 EL Apfelessig
- 1 Stk. Knoblauchzehe
- 1 Stk. Zwiebel
- 1 Pkg. Kräuterseitlinge
- etwas Kresse
AUSRÜSTUNG
- 1 Messer
- 1 Schneidebrett
- 1 Topf
ZUBEREITUNG
Pilze putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel sowie Knoblauch schälen und in kleine Würfel schneiden. In einem Topf Olivenöl erhitzen und 1 EL Butter zugeben. Pilze kurz rösten, Zwiebel sowie Knoblauch anschwitzen. Risottoreis zugeben und kurz rösten. Mit Apfelessig ablöschen. Mit etwas Brühe aufgießen, nur so viel, damit der Reis bedeckt ist.
Alles köcheln lassen, bis die Flüssigkeit reduziert wurde. Erneut mit etwas Suppe aufgießen. Den Vorgang wiederholen, bis der Reis fast gar ist. Wird das Risotto zu dick, etwas Suppe zugeben. Wichtig ist, immer wieder umrühren und dabei bleiben, damit nichts anbrennen kann! Zum Schluss 1 EL Butter unterheben, mit Zucker, Salz sowie Pfeffer abschmecken, alles gut vermengen und 1 bis 2 Minuten köcheln lassen. Auf Tellern anrichten, mit etwas Kresse garnieren und servieren.
Notizen
Nährwerte
Passende Beilagen
Pilzrisotto ist ein Hauptgericht, aber mit den richtigen Beilagen wird es noch besser. Grüner Salat ist frisch, leicht und perfekt als Kontrast. Rucola mit Zitronendressing, die bitteren Noten passen hervorragend zu Pilzen. Knoblauchbrot, für alle, die es rustikaler mögen. Gebratener Spargel ist ideal im Frühling. Ofengemüse ist herbstlich und aromatisch. Parmesan‑Chips sind knusprig und würzig.
Passende Toppings
Toppings geben Risotto Struktur, Farbe und zusätzliche Aromen. Klassische Toppings sind Parmesan, Petersilie oder Butterflocken. Moderne Toppings sind Trüffelöl, geröstete Pinienkerne oder gebratene Kräuterseitlinge. Luxus‑Toppings wie frische Trüffel, Morcheln oder Parmesan‑Crème. Knusprige Toppings sind Brotcroutons, Röstzwiebeln oder Knoblauchchips.
Fazit
Pilzrisotto ist eines dieser Gerichte, das zeigt, wie viel Magie in der Einfachheit steckt. Es braucht keine lange Zutatenliste, keine komplizierten Techniken und keine ausgefallenen Geräte und dennoch entsteht ein Gericht, das Geschmack, Eleganz und Wohlgefühl vereint. Genau darin liegt seine Stärke. Pilzrisotto ist bodenständig, ein Essen, das sowohl an einem gemütlichen Abend zu Hause als auch bei einem festlichen Dinner glänzen kann.
Seine besondere Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von cremigem Risottoreis und dem erdigen Aroma der Pilze. Die Stärke des Reises sorgt für eine sämige Konsistenz, die Pilze bringen Umami, Struktur und Charakter. Dazu kommen Brühe, Wein, Butter und Parmesan, Zutaten, die das Risotto abrunden, ohne es zu überladen. Es ist ein Gericht, das zeigt, wie wichtig Balance ist zwischen Biss und Cremigkeit, zwischen Tiefe und Frische, zwischen Einfachheit und Finesse.
Pilzrisotto ist außerdem ein wunderbares Beispiel dafür, wie flexibel die italienische Küche sein kann. Je nach Saison, Geschmack oder Anlass lässt es sich anpassen, mit Steinpilzen für ein intensives Herbstgericht, mit Pfifferlingen für eine sommerliche Variante, mit getrockneten Pilzen für den Winter oder mit Morcheln für besondere Momente. Auch moderne Interpretationen, mit Shiitake, Kräuterseitlingen oder vegane Alternativen, zeigen, wie vielseitig dieses Gericht ist.
Ein weiterer Grund für seine Beliebtheit ist die Art der Zubereitung. Risotto verlangt Aufmerksamkeit, aber keine Hektik. Es ist ein Gericht, das man nicht nebenbei kocht, sondern bewusst. Das stetige Rühren, das langsame Zugeben der Brühe, das Abschmecken, all das macht Risotto zu einer kleinen kulinarischen Meditation. Wer Risotto kocht, nimmt sich Zeit, und genau das schmeckt man am Ende.
Am Ende bleibt Pilzrisotto ein Gericht, das Generationen verbindet, das Tradition und Moderne vereint und das immer wieder aufs Neue begeistert. Es ist ein Klassiker, der nie aus der Mode kommt, weil er zeitlos gut ist, ehrlich, aromatisch, vielseitig und voller Geschmack. Wer einmal ein wirklich gutes Pilzrisotto gekocht hat, weiß, warum dieses Gericht einen festen Platz in der Welt der Wohlfühlküche hat.

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Ja, man muss es nicht immer nach Vorschrift machen, es geht auch ohne Käse, ohne Wein, wie man es eben selbst gerne hat! LG