Speckknödel mit Spiegelei, knusprig angebratene Speckknödel treffen auf ein goldgelbes Spiegelei, ein einfaches Resteessen, das nach Hüttenromantik schmeckt und in wenigen Minuten auf dem Tisch steht. Herzhaft, sättigend und wunderbar unkompliziert, genau das Richtige für Tage, an denen es schnell gehen soll, aber trotzdem richtig gut schmecken muss.
Autor: Kochzeit Magazin
Kategorie: Rezept
Erstellt: 28. Jänner 2026
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
In vielen Küchen gilt die Devise „Aus Resten lässt sich noch etwas Gutes zaubern.“ Kaum ein Gericht verkörpert diese Haltung so charmant wie Speckknödel mit Spiegelei. Ursprünglich aus der bäuerlichen Küche stammend, wo nichts verschwendet wurde, haben sich Knödelgerichte über Jahrhunderte hinweg als feste Bestandteile der mitteleuropäischen Esskultur etabliert.
Speckknödel sind dabei eine besonders herzhafte Variante: Knödelteig, angereichert mit würzigem Speck, wird zu kleinen Kugeln geformt und gekocht. Bleiben davon Reste übrig, verwandeln sie sich am nächsten Tag in ein neues Gericht. Angebraten in der Pfanne, außen knusprig, innen weich, und gekrönt von einem frisch gebratenen Spiegelei, so entsteht ein Essen, das einfach, sättigend und unglaublich befriedigend ist.
Dieses Resteessen ist nicht nur praktisch, sondern auch kulturell bedeutsam. Es erzählt von einer Zeit, in der Lebensmittel wertvoll waren und Kreativität gefragt war, um aus wenig viel zu machen. Heute passt es perfekt in eine moderne Küche, die Nachhaltigkeit und Genuss miteinander verbinden möchte.
Die Vorteile
Lebensmittelwertschätzung! Speckknödel mit Spiegelei sind ein gutes Beispiel für eine Küche, die nichts verschwendet. Statt übrig gebliebene Knödel wegzuwerfen, werden sie am nächsten Tag zu einem neuen Gericht.
Weniger Lebensmittelabfall bedeutet weniger Ressourcenverschwendung. Gerade in Zeiten, in denen Nachhaltigkeit wichtig ist, zeigt dieses Gericht, wie einfach es sein kann, bewusst zu handeln. Wer Reste verwertet, spart Geld. Aus einem Vortagsgericht entsteht ein vollwertiges Essen ohne zusätzliche Kosten.
Minimaler Aufwand! Knödel sind bereits gekocht. Ein paar Minuten in der Pfanne, ein Spiegelei dazu, fertig. Keine komplizierten Zutaten, alles, was man braucht, ist meist ohnehin im Haus, Öl oder Butter, Eier, Salz, Pfeffer. Perfekt für Tage, an denen es schnell gehen muss. In weniger als 15 Minuten steht ein sättigendes Gericht auf dem Tisch.
Was bringt das Gericht noch mit sich?
Knusprig trifft cremig, außen knusprig angebratene Knödelstücke, innen weich, dazu das cremige Eigelb des Spiegeleis. Diese Textur-Kombination ist unschlagbar. Der Speck bringt kräftige Würze, das Ei sorgt für milde Ausgleichsnoten. Zusammen entsteht ein ausgewogenes Aroma. Kinder wie Erwachsene lieben diese Kombination. Sie ist herzhaft, aber nicht zu schwer, und passt zu vielen Geschmäckern.
Ob Frühstück, Mittagessen oder Abendessen, Speckknödel mit Spiegelei passen immer. Mit Kräutern, Käse, Zwiebeln oder Saucen lässt sich das Gericht beliebig erweitern. Regionale Anpassung sind in Österreich mit Krautsalat, in Bayern mit Rettich, in Südtirol mit Käse, jede Region hat ihre eigene Note.
Das Gericht erzählt von einer Zeit, in der Lebensmittel wertvoll waren und Resteverwertung selbstverständlich. Viele Menschen verbinden Knödelgerichte mit Kindheitserinnerungen, Familienessen oder Festtagen. Speckknödel sind Teil der mitteleuropäischen Esskultur. Mit Spiegelei kombiniert, entsteht eine moderne Interpretation, die Tradition und Alltag verbindet.
Knödel lassen sich problemlos im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren. Ob als Hauptgericht oder als Beilage, Speckknödel mit Spiegelei sind wandelbar. Das Gericht ist nahrhaft und macht lange satt, ohne übermäßig schwer zu sein. Speck, Knödel und Eier sind günstige Zutaten, die trotzdem ein vollwertiges Essen ergeben.

Tipps & Tricks
Speckknödel, die bereits einen Tag im Kühlschrank verbracht haben, sind fester und lassen sich viel besser anbraten. Frische Knödel sind oft zu weich und zerfallen schneller. Wenn du die Knödel halbierst oder in Scheiben schneidest, achte darauf, dass alle Stücke ungefähr gleich dick sind. So entsteht eine gleichmäßige Bräunung.
Ein kleiner Profi‑Trick! Knödelstücke 10–15 Minuten an der Luft liegen lassen. Dadurch verdunstet etwas Feuchtigkeit und die Oberfläche wird knuspriger. Die perfekte Pfanne wie Gusseisen oder Edelstahl statt Teflon, diese Pfannen erzeugen die beste Kruste. Teflon funktioniert, aber die Knusprigkeit ist weniger intensiv.
Viele machen den Fehler, zu früh loszulegen. Die Pfanne sollte wirklich heiß sein, bevor die Knödel hineinkommen. Erst dann entsteht die typische Kruste. Butterschmalz ist König. Butterschmalz, intensiver Geschmack, hohe Hitzestabilität. Öl: neutraler Geschmack, gut für große Mengen, Butter nur in Kombination mit Öl, sonst verbrennt sie zu schnell.
Mehr praktische Anregungen
Vor den Knödeln etwas Speck und Zwiebel anbraten, dann die Knödel darin schwenken. Das Aroma wird intensiver und runder. Das perfekte Spiegelei? Mittlere Hitze statt Vollgas. Zu hohe Hitze lässt das Eiweiß hart werden und das Eigelb zu schnell stocken. Mittlere Hitze sorgt für cremiges Eigelb und weiches Eiweiß.
Butter bringt Aroma, Öl verhindert Verbrennen. Eine Mischung aus beidem ist ideal. Deckel darauf für ein gleichmäßig gegartes Eiweiß. Ein kurzer Moment mit Deckel sorgt dafür, dass das Eiweiß oben fest wird, ohne dass das Eigelb durchgart.
Schnittlauch, Petersilie oder Kerbel bringen Frische und Farbe. Getrocknete Kräuter können schnell bitter werden. Knoblauch verbrennt schnell. Wenn du ihn verwenden möchtest, gib ihn erst am Ende kurz dazu. Ein paar Chiliflocken oder ein Spritzer Chiliöl geben dem Gericht eine moderne Note.
Ein Stück Bergkäse oder Emmentaler über die Knödel schmelzen lassen, es macht das Gericht reichhaltiger und aromatischer. Kräuterbutter statt normaler Butter, ein Klecks Kräuterbutter auf das fertige Gericht hebt den Geschmack auf ein neues Level.
Wer es besonders herzhaft mag, brät zusätzlich Speckwürfel an und mischt sie unter die Knödel. Das Ei immer oben platzieren, das flüssige Eigelb läuft über die Knödel und verbindet alles zu einer cremigen Sauce.
Fehler vermeiden, die Zusammenfassung. Knödel zu früh wenden, keine Kruste. Pfanne zu voll, die Knödel werden weich statt knusprig. Zu hohe Hitze beim Ei, Eigelb wird hart. Zu viel Salz vermeiden, Speck bringt bereits Würze!

Das Rezept wird wie folgt zubereitet
Speckknödel mit Spiegelei, das herzhafte Resteessen, das immer glücklich macht

ZUTATEN
- 3-4 Stk Speckknödel
- 200 g Speck in Würfeln
- 1 Stk Große Zwiebel
- 2 Stk Ei
- 1 TL Öl
- etwas Butter
- etwas Kresse
- 1 Prise Pfeffer
AUSRÜSTUNG
- 1 Messer
- 1 Schneidebrett
- 1 Große Pfanne
- 1 Kleine Pfanne
ZUBEREITUNG
Knödel in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Speck, falls nötig, würfelig schneiden. Zwiebel schälen und in feine Ringe bzw. Würfel schneiden. In einer großen Pfanne das Öl erhitzen und die Zwiebel mit Speck darin goldbraun rösten. Zwiebel-Speck Masse zur Seite stellen. In der gleichen Pfanne die Speckknödel von beiden Seiten anbraten.
Etwas Butter in die Pfanne geben und die Knödel darin schwenken. In der kleinen Pfanne die Eier zu Spiegeleiern verarbeiten. Knödel am Teller anrichten, mit Zwiebeln sowie Speck garnieren, das Spiegelei anrichten. Alles mit etwas Kresse garnieren und mit Pfeffer würzen.
Notizen
Nährwerte
Passende Beilagen
Sauerkraut oder Krautsalat, bringt Säure und Frische. Gurkensalat mit Dill ist leicht und kühlend. Bratkartoffeln oder Rösti eignen sich für besonders hungrige Esser. Gebratener Speck oder Würstchen verstärken die Herzhaftigkeit. Blattsalat mit Vinaigrette ist eine leichte Ergänzung. Ofengemüse bringt Farbe und Vitamine. In Österreich wird das Gericht oft mit Krautsalat serviert. In Bayern gerne mit Radi (Rettich) oder Bier. In Südtirol mit Speckplatte und Käse kombiniert.
Passende Toppings
Frischer Schnittlauch, Petersilie, Paprikapulver. Ein Stück Bergkäse oder Emmentaler über den Knödel schmelzen lassen. Zwiebelringe, knusprig gebraten als Garnitur oder Chiliöl für eine pikante Note. Mit Parmesan und Tomatensauce, mit Sojasauce und Sesam, mit BBQ-Sauce und Bacon-Crumbles.
Fazit
Speckknödel mit Spiegelei sind mehr als nur ein Resteessen, sie sind ein kulinarisches Statement. Sie zeigen, dass einfache Zutaten, richtig kombiniert, zu einem Gericht mit Charakter werden. Sie stehen für Nachhaltigkeit, für die Wertschätzung von Lebensmitteln und für die Kreativität der Küche.
Das Zusammenspiel von knusprigem Knödel und cremigem Eigelb ist ein Genuss, der nie langweilig wird. Mit passenden Beilagen und Toppings lässt sich das Gericht immer wieder neu interpretieren. Ob traditionell oder modern, ob schlicht oder raffiniert, Speckknödel mit Spiegelei bleiben ein Klassiker, der Generationen verbindet.

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Quasi Knödel mit Ei in der Version 2.0! Schaut echt super aus … LG